In den Depots vieler Schweizer Anleger liegen oft zweitklassige Produkte, weil die Anleger sich mit den Fonds ihrer Hausbank abspeisen lassen. Dabei ist klar: Keiner der Anbieter hat in allen Kategorien gute Produkte. Noch akzeptieren Schweizer Investoren, was amerikanische verweigern. Während in der Schweiz nur rund 60 Prozent des Neugeldes in das beste Drittel der Fonds fliesst, sind es in den USA weit über 90 Prozent.
US-Anleger investieren konsequent in die Fonds mit dem besten Rating. Die Praxis mancher Anlageberater in der Schweiz, unbesehen die hauseigenen Fonds zu empfehlen, ist für die Banken eine Verlierstrategie. Dies beweisen die Statistiken amerikanischer Banken.
Die bei amerikanischen Banken liegenden Kundenvermögen, die in Drittprodukten angelegt sind, sind in den letzten Jahren doppelt so schnell gewachsen wie die Assets in den bankeigenen Fonds.
Anlagefonds? Was will man einen Anlagefonds kaufen – so ein oft gehörtes Argument –, wenn es bei den einzelnen Firmen wunderbare Rosinen zu pflücken gibt. Einzeltitel schwankten immer stärker als ein Anlagefonds und werden das auch immer tun.
Wenn wir nicht wissen, welches die grossen Gewinner eines möglicherweise noch weiteren Aktienanstieges sind (und wer weiss das schon), dann ist es doch wohl am besten, wenn wir beim Aufbau möglichst wenig Risiken eingehen. Und das tun wir nach wie vor mit einer breiten Diversifikation, also einem Aktienfonds. Mithin sind Kollektivanlagen das einzige Instrument, mit dem es privaten Anlegern gelingt, auf professionelle Art und Weise das Schwankungsrisiko im Aktienbereich in den Griff zu bekommen.
Weiss Ihre Bank, was sie gut kann? Auf den Bankiers lastet ein brutaler Ertragsdruck. Was Wunder, stossen sie hehre Prinzipien um. Zum Beispiel den Grundsatz, den Investoren wenn immer möglich auch herausragende Produkte von Drittbanken anzubieten. Die Manager einer Industriegruppe haben da so ihre Erfahrungen gemacht. Als sie ihren Gewinn aus einem Firmenverkauf anlegen wollten, schlug ihnen eine Grossbank fast nur die hauseigenen Finanzprodukte vor.
Mehr denn je sind die Finanzinstitute also in einem Konflikt gefangen: Sie können sich nicht entscheiden, ob sie nun vornehmlich Anlageberater sind oder eben auch viel Geld mit der Konstruktion von Finanzprodukten verdienen wollen. Dieser Konflikt geht zu Lasten der Kunden. Denn die Anlagewelt ist enorm vielfältig geworden, und nicht einmal eine Grossbank kann auf allen Gebieten unter den Besten sein.
Ein Test mit dem Berater wirkt daher Wunder: Die Kunden können ihn fragen, ob er denn wisse, wo die Bank wirklich besser sei als die Konkurrenten. Die Antwort zeigt, ob beim Institut Drittprodukte ein Thema sind.